Biologie in Deutschland studieren

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Steckbriefe Bachelorstudiengänge

Universität Bayreuth

 

Der Studiengang Biologie in Bayreuth ist relativ klein und übersichtlich mit ca. 100 Erstis pro Semester. Im Grundstudium liegt zunächst ein fester Stundenplan vor, der einen weitgefächerten Einblick in die wichtigsten Teilbereiche der Biologie gewährt. Zusätzlich werden im Grundstudium für den Bachelor relevante Kompetenzen wie Englisch für Biologen oder Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse vermittelt. Danach ist eine Spezialisierung in den Bereichen Molekular-/Zellbiologie oder ökologisch/organismische Biologie vorgesehen. Im Rahmen dieser werden verschiedene Spezialisierungsmodule angeboten z.B. Immunologie, Biodiversität in den Tropen oder Neurobiologie. Fachübergreifend bietet die Universität Bayreuth im Vertiefungsstudium ein Studium Generale an, in dem fachfremde Module der Universität belegt werden können. Auch Betriebspraktika können angerechnet werden. Das angebotene Zusatzstudium "Umweltrecht" vermittelt angehenden Biologen die juristsichen Grundlagen im Öffentlichen Recht und Verwaltungsrecht, sowie speziell in den Bereichen Naturschutz, Gewässerschutz und Klimaschutz. Bisher gab es keine Zulassungsbeschränkung. 

Links: StudienverlaufsplanFachschaft, Universität Bayreuth

 

 

Humboldt Universität zu Berlin

 

Der Bachelor of Science Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin bietet eine breitgefächerte Grundausbildung in Botanik, Zoologie, Evolution, Ökologie, Physiologie, Mikrobiologie, Genetik und Molekularer Zellbiologie. Im Basisstudium (1. und 2. Semester) werden zudem, die für das Verständnis biologischer Fragestellungen notwendigen Kenntnisse in Mathematik, Chemie und Physik vermittelt. Bereits im 3. und 4. Semester können Schwerpunkte gesetzt werden, um das Studium den eigenen Interessen besser anzupassen. Das anschließende Spezialisierungsstudium bietet durch die vielfältigen Forschungsschwerpunkte des Institutes die Möglichkeit einer individuellen Schwerpunktsetzung. Hervorzuhebende Besonderheiten bestehen in der engen Verknüpfung mit dem Studiengang Biophysik, doch auch Angebote aus dem Bereich der Parasitologie, Paläobiologie, Entwicklungsbiologie und Theoretischen Biologie können gewählt werden.

Die Vorlesungen werden auf Deutsch gehalten und die Module mit einer Klausur abgeschlossen. Um das Studium zu erleichtern werden semesterbegleitende Tutorien für viele Vorlesungen angeboten.

 Links: StudienverlaufsplanFachschaft, Humboldt Universität zu Berlin

 

 

Technische Universität Dresden

 

Die Fakultät Biologie der TU Dresden umfasst derzeit 450 Studierende. Die bisher angebotenen Bachelorstudiengänge ‚Biologie‘ und ‚Molekulare Biotechnologie‘ werden ab dem Wintersemester 2018/19 im Studiengang ‚Molekulare Biologie und Biotechnologie‘ vereint. 

In der Lehre sind die vier Institute Botanik, Zoologie, Genetik und Mikrobiologie vertreten, wobei thematische Schwerpunkte momentan  Genetik und Biochemie sind. Praktisches Arbeiten nimmt mit einem Anteil von etwa 50% einen hohen Stellenwert im Studium ein, wodurch sich die Studierenden die wichtigsten Arbeitstechniken und das Herangehen an wissenschaftliche Fragestellungen aneignen.

Links: StudinverlaufsplanFachschaft, Technische Universität Dresden

 

 

Universität Duisburg-Essen

 

 Der Bachelor of Science-Studiengang Biologie an der Universität Duisburg-Essen bietet tiefergehende Einblicke in die Zoologie, Ökologie und Botanik, sowie in die Physiologie, Genetik, Molekular- und Entwicklungsbiologie und die Evolution. Zudem werden wichtige Grundlangenkenntnisse in Physik, Chemie und Statistik vermittelt. Eingeschrieben in den Studiengang sind momentan ca. 700 Studierende. Zu jeder Vorlesung gibt es Praktika, Seminare oder Exkursionen, was das Studium sehr vielfältig gestaltet, zudem bietet die Fachschaft zu einigen Modulen Tutorien an. Ab dem 5. Semester gibt es durch zahlreiche wechselnde Wahlpflichtmodule die Möglichkeit, tiefergehende Einblicke in diverse Fachgebiete der Biologie zu erhalten. Durch die Ergänzungsbereiche können die Studierenden kurze Einblicke in andere Studiengänge erhalten oder bekommen die Möglichkeit im Rahmen des Studiums eine Sprache zu lernen oder zu vertiefen. Die Veranstaltungen finden zum Großteil auf Deutsch statt, in den Seminaren und Wahlpflichtmodulen ist es teilweise möglich, Prüfungsleistungen wie Protokolle oder Vorträge nach Absprache mit den Dozenten auf Englisch zu leisten. Der Campus der Universität Duisburg-Essen ist auf beide Städte aufgeteilt, die Biologen studieren hauptsächlich am Campus Essen, welcher direkt an der Essener Innenstadt liegt. Beide Campus sind durch einen Shuttlebus miteinander verbunden.

 Links: StudienverlaufsplanFachschaft, Universität Duisburg-Essen

 

 

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

 

Bei uns fangen jedes Semester ca. 160-180 B.Sc. und 65 Lehramts- (Polyvalenter 2 Hauptfach Bachelorstudiengang mit Option Lehramt) Studierende an. Insgesamt studieren ca. 1100 Biologen in Freiburg.  Das Studium deckt quasi alle Bereiche der Biologie ab, allerdings gibt es einen kleinen Fokus auf Pflanzen(wissenschaften). In Vorlesungen herrscht auch grundsätzlich keine Anwesenheitspflicht. Freiburg ist die sonnigste Stadt Deutschlands, liegt traumhaft am Rand des Schwarzwaldes und ist nicht mal eine ganze Stunde von Frankreich oder der Schweiz entfernt. Die Kommunikation zwischen Studis, Fachschaft, Dozenten und Verwaltung läuft bei uns sehr angenehm.

Links:StudienverlaufsplanFachschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

 

 

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Die MLU Halle-Wittenberg bietet ein gutes Grundlagenstudium, bei dem man Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Biologie wie Zoologie, Botanik, Ökologie, Mikrobiologie, Humanbiologie und Genetik bekommt. Für die ersten vier Semester gibt es feste Stundenpläne, danach kann man zwei Wahlpflichtmodule zur Vertiefung wählen. Es gibt viele Labor- und Freilandpraktika und ein großes Angebot an Exkursionen, teilweise in Kooperation mit den ansässigen Instituten. Für die Chemie- und Physik-Module gibt es zusätzlich unterstützende Seminare. Außerdem gibt es eine große Auswahl von fachunabhängigen Schlüsselqualifikationen wie Sprachkurse oder Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten, von denen man mindestens zwei absolvieren muss. Dort gibt es z.B. auch die Möglichkeit einen Englischkurs für Biologen zu belegen.

Links: Studienverlaufsplan , Fachschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

 

Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

 

Der Bachelorstudiengang Biologie wird in Hannover von drei verschiedenen Hochschulen getragen; der Leibniz Universität Hannover (LUH), der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Immatrikuliert sind die Studierenden der Biologie dabei an der LUH. Aufgrund dieser Kooperation ist das Biostudium in Hannover breit angelegt: Die Propädeutika (Chemie, Physik, Mathematik) sowie Botanik und Mikrobiologie werden im Wesentlichen von der LUH abgedeckt, die TiHo und MHH übernehmen die zoologische und physiologische Ausbildung. Einige Inhalte werden von allen Hochschulen gleichermaßen betreut, z.B. Genetik und Entwicklungsbiologie. Jedes Wintersemester beginnen ca. 180 Studierende (inkl. Lehramtsstudiernde) ihr Biologie Studium in Hannover. Durch die Verteilung der Veranstaltungen über die ganze Stadt hinweg, lernen die Studierenden viele Ecken von Hannover kennen. Die Organisation des Studiums erfolgt durch die Zentrale Einrichtung Biologie (ZEB) und die Naturwissenschaftliche Fakultät der LUH. Die ZEB ist eine besondere Struktur der LUH. Durch das vielfältige Wahlangebot hat jede*r Studierende die Möglichkeit sich auf eine Fachrichtung zu spezialisieren. Darüber hinaus können die Studierenden ihr theoretisches Wissen aus den Vorlesungen auf diversen Exkursionen (zum Beispiel nach Südfrankreich, Costa Rica, Madagaskar) praktisch anwenden. Veranstaltungen seitens des Fachrats Biologie (ErSie-Wochenende, Glühweinabend, Blümchenwochenende) bieten eine gemeinschaftliche Abwechslung zum Uni-Alltag.

Links: Studienverlaufsplan, Fachsachft, Universität Hannover

 

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

 Der B.Sc. Biologie vermittelt Grundlagen der Zoologie, Botanik, Zellbiologie, Mikrobiologie, Genetik und Ökologie. Im sechssemestrigen Studium wird das physikalische und chemische Verständnis für biologische Prozesse vermittelt und mathematisch-statistisches Vorgehen für die Datenauswertung gelehrt. Es wird von Anfang an experimentell gearbeitet bzw. das theoretische Wissen auf Exkursionen praktisch angewandt. Pflichtmodule in Meeres- und Humanbiologie sind hervorhebende Merkmale des Biologiestudiums in Kiel. Im Anschluss an die Grundlagen der ersten 3 Semester können persönliche Interessen in zahlreichen Wahlmodulen vertieft werden.

In dem grundsätzlich deutschsprachigen Studiengang werden vereinzelt Veranstaltungen auf Englisch gehalten, über das Abiturniveau hinausgehende Kenntnisse der Sprache sind nicht gefordert.

Leistungsnachweise finden in der Regel in Form von Klausuren statt, mündliche Prüfungen und Präsentationen werden vor allem in den Wahlmodulen gefordert.

Links: Studienverlaufsplan, Fachschaft, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

 

Universität Konstanz

 

In Konstanz fangen zu jedem WiSe ca. 160 Studierende im Bachelorstudiengang Biological Sciences an, insgesamt sind es etwa 850 eingeschriebene Studierende am Fachbereich Biologie. Das Studium ist in ein allumfassendes Grund- und Hauptstudium unterteilt. Im Verlauf des Grundstudiums, welches 4 Semester umfasst, erhält man neben einer ausführlichen Grundlagenausbildung in den Bereichen Chemie, Physik und Mathematik Einblicke in die wichtigsten klassischen und modernen Bereiche der Biologie wie bspw. die Zellbiologie, Genetik und Ökologie. Außerdem kann man im 4. Semester mindestens 2 Wahlpflichtmodule nach eigener Präferenz belegen (z.B. Pharmakologie und Toxikologie, Verhaltensbiologie). Das Hauptstudium besteht einerseits aus drei vierwöchigen Kompaktkursen in den Fächern Pflanzenphysiologie, Mikrobiologie und Tierphysiologie in denen Vorlesungs- und Praktikumsblöcke aufeinander abgestimmt absolviert werden, deren Inhalte auf Teilen des Grundstudiums basieren und diese noch weiter vertiefen und andererseits abschließend aus der Bachelorarbeit (6 Wochen Labor + 6 Wochen Schreiben der Bachelorarbeit). Die Zusammenarbeit von Fachbereich und Studierenden verläuft meist harmonisch und auf Augenhöhe. Als Besonderheit ist das limnologische Institut an der Uni Konstanz hervorzuheben, welches eine Spezialisierung in diesem Forschungsgebiet an unserer Uni möglich macht. Konstanz ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, denn wir studieren dort, wo andere Urlaub machen!

Links: Studienverlaufsplan, Fachschaft, Universität Konstanz

 

 

Universität Münster

 

Pro Jahr beginnen etwa 230 Studierende den BSc. Studiengang Biowissenschaften an der Uni Münster. Angeboten wird ein breites Spektrum an biologischen Grundlagen mit der Möglichkeit sich ab dem 5. Semester in eine Richtung zu vertiefen. Alle acht Biologischen Institute, sowie die mathematische, chemische und physikalische Fakultät tragen zur Lehre im BSc. Biowissenschaften bei. Besonders an diesem Studiengang ist die fast sechs monatige / Monate lange Bachelorarbeitsphase, in der sich die Studierenden zuerst im Projektmodul mit dem theoretischen Hintergrund ihres Bachelorarbeitsthemas und dem Schreiben wissenschaftlicher Texte auseinandersetzen können. Dies ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschung der jeweiligen Arbeitsgruppe. Eine weitere Besonderheit in Münster ist das Schlüsselkompetenzmodul, in dem wichtige Soft Skills und bioethische Grundlagen vermittelt werden. Des Weiteren ist es möglich eines der Vertiefungsmodule im fünften Semester durch ein Betriebspraktikum zu ersetzen oder das gesamte Semester im Ausland zu verbringen. Der Campus ist über die ganze Stadt verteilt. Der Fachbereich Biologie ist überwiegend am Schloss vertreten, hinter dem sich auch unser schöner botanischer Garten befindet. Die Bibliothek, diverse Cafés und einigen Mensen, sowie der Aasee sind nicht weit vom Schloss entfernt, insbesondere wenn man sich mit dem Hauptverkehrsmittel der Studierenden, der Leeze (Fahrrad), fortbewegt.

Links: Studienverlaufsplan, Fachschaft, Universität Münster

 

 

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 

Im B.Sc. Biologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg studieren 909 Studierende im Bachelor- und Masterstudium. Es gibt einen ausführlichen Pool an Grundlagenmodulen, der Zeitpunkt der Belegung ist frei wählbar. Dabei wird u.A. auch das Fachwissen für die Planung und Durchführung von Projekten sowie für die Datenanalyse (Statistik) vermittelt. Alle Fachbereiche, wie z.B. Neurobiologie, Genetik, Biochemie, Zell- und Molekularbiologie, Mikrobiologie, Biodiversität, Ökologie und Entwicklung von Landschaften der Biologie werden in einem großen Wahlbereich abgedeckt. Somit ist schon früh im Studium eine Vertiefung möglich. Es können aber auch gute Einblicke in die breite Vielfalt der Biologie gewonnen werden, was die Bewerbung für viele verschiedene Masterstudiengänge begünstigt. Die meisten Module finden semesterbegleitend statt. Das Absolvieren eines Praxismoduls im Umfang von ca. 11-12 Wochen ist obligatorisch und kann auch außerhalb der Universität abgeleistet werden. Dafür bieten sich die vielen Kooperationen mit umliegenden Instituten wie dem DZMB in Wilhelmshaven, dem HIFMB sowie dem ICBM in Oldenburg an. Das Studium an der Uni Oldenburg gestaltet sich sehr praxisnah, Tagesexkursionen und Laborpraktika sind Bestandteile der meisten Module. Darüber hinaus gibt es einige nationale und internationale Exkursionen, z. B. nach Helgoland oder Sylt, Norwegen, Russland oder Ägypten (Die Exkursionsziele könne je nach Modul und Projekt variieren).

Links: Studienverlaufsplan, Fachschaft, Universität Oldenburg

 

 

Universität Rostock

 

An der Universität Rostock studieren im Fachbereich Biologie ca. 900 Studierende im Bachelor-, Master- und Lehramtsstudium. Davon fangen jedes Jahr ca. 60-70 Bachelorstudierende an. Im Bachelor wird ein breites Grundstudium mit 14 Pflichtmodulen angeboten, wozu auch das Modul Meeresbiologie gehört. Zudem gibt es eine große Auswahl an Wahlmodulen, welche auch einen Schwerpunkt hinsichtlich Meeresbiologie haben. Trotz der vielen Wahlmodule ist das Studium mit einem Stundenplan sehr strukturiert und übersichtlich. Zu den Pflichtmodulen werden zahlreiche Praktika ins Studium integriert, außerdem werden die Vorlesungen durch Tutorien und Exkursionen studentenfreundlich. Rostock bietet mit der Ostsee allen Biologiestudierenden eine schöne, gemütliche Atmosphäre.

Links: Studienverlaufsplan, Fachschaft, Universtiät Rostock

 

 

Eberhart Karls Universität Tübingen

 

Im Studiengang Biologie an der Eberhard Karls Universität in Tübingen gibt es etwa 600 eingeschriebene Studierende im Bachelor- und Masterstudium. Das Studium ist in ein allumfassendes Grund- und Hauptstudium unterteilt und man erhält Einblicke in die Mikrobiologie, Neurobiologie, Molekularbiologie der Pflanzen, Zellbiologie und Immunologie, sowie Evolution und Ökologie. Die Organisation der Module ist in Blöcken oder in sich durch das Semester ziehenden Schienen organisiert. Die mit einem Kurs verbundenen Praktika (Labor und Freiland) sind verpflichtend, während externe Praktika empfohlen werden. Biologie in Tübingen zeichnet sich besonders durch ein breites weltweites Exkursionsangebot aus. 

Links: Studienverlaufsplan, Fachschaft, Eberhart Karls Universität Tübingen

Diese Information wurden von aktuellen Studenten der Universitäten zusammen getragen. Bitte beachtet, dass wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Objektivität erheben. Angehende Studenten sind angehalten sich weiter selbstständig über die Universitäten zu informieren. Diese Tabelle soll lediglich zur groben Übersicht dienen.