Die Bundesfachschaftentagung der Biologie hat sich entschieden Stellungnahmen zu diversen hochschulpolitischen und biologiespezifischen Themen zu verabschieden, um den Fachschaften eine Orientierung in diesen Themen zu bieten. Außerdem soll anhand dieser Stellungnahmen die Kommunikation mit anderen Institutionen erleichtert werden und dem StAuB besser ermöglichen auch zwischen den BuFaTen im Sinne der Fachschaften zu handeln.

 


Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

 

Die Bundesfachschaftentagung der Biologie (Leipzig 2019) spricht sich für die Anpassung des BAföGs an die realen Lebensverhältnisse aus.

Der Mietspiegel soll bei der Wohnraumpauschale berücksichtigt werden.

Ferner soll die Gesetzgebung für eine jährliche Anpassung der Fördersätze sorgen.

Die Bundesfachschaftentagung spricht sich ebenfalls für ein Eltern- unabhängiges Studium aus. Eine Förderung soll nicht an dem Einkommen der Eltern scheitern.

Die Förderungshöchstdauer soll nicht die Regelstudienzeit, sondern die durchschnittliche Studiendauer berücksichtigen.


Gegen Studiengebühren

 

Die Bundesfachschaftentagung der Biologie (Leipzig 2019) spricht sich gegen jegliche Formen von Studiengebühren aus.

Die Bundesfachschaftentagung kritisiert die Landesregierung Baden-Württembergs für die Umsetzung von Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen und Zweitstudierende und fordert eine Rückabwicklung zu einem gebühren- und diskriminierungsfreien Bildungszugang.


Unterstützung bei der Umsetzung von landesweiten Semestertickets

 

Die Bundesfachschaftentagung der Biologie (Leipzig 2019) spricht sich für die Umsetzung von landesweit gültigen Semestertickets aus. Vorbild ist hier die Umsetzung des landesweit gültigen Semestertickets in NRW, bei dem der jeweilige AStA die Konditionen des Semestertickets mit dem vorliegenden Verkehrsbund aushandelt. Die Verhandlungskompetenz kann aber auch beim zuständigen Studierendenwerk liegen.

Wir fordern die Verkehrsbetriebe zu einer unbürokratischen Umsetzung auf.


Stärkere Berücksichtigung der Lehrkompetenz in Berufungsverfahren

 

Die Bundesfachschaftentagung der Biologie (Leipzig 2019) vermerkt eine zu schwache Berücksichtigung der Lehrkompetenz bei Berufungsverfahren an verschiedenen Hochschulstandorten.

Daher wird eine verstärkte Berücksichtigung der Lehrkompetenz im Rahmen von Berufungsverfahren befürwortet.

Darüber hinaus spricht sich die BuFaTa für ein Vetorecht der studentischen Mitglieder in den Berufungskommissionen aller Hochschulstandorte aus.


Lernräume

 

Die Bundesfachschaftentagung Biologie (Leipzig 2019) sieht die ausreichende Bereitstellung von Lernräumen für Studierende als eine zentrale Aufgabe der Hochschule an, um ein qualitativ hochwertiges Studium zu ermöglichen.

Als Lernräume sind jegliche Orte definiert, die Studierende jederzeit zu regulären Öffnungszeiten der Hochschule und am Wochenende nutzen können, um sich auf Prüfungen vorzubereiten, zu lernen, Protokolle zu schreiben und sonstige Aufgaben innerhalb des Studiums zu erledigen.

Die Anzahl der Lernräume soll dabei in Zusammenarbeit mit der Studierendenschaft anhand der Anzahl der Studierenden der Hochschule bzw. Fakultät adäquat bemessen werden. Dabei sollen Orte, die nicht permanent für eine Nutzung als Lernraum zur Verfügung stehen (Mensa, Cafeteria, etc.) nicht zur Berechnung der Gesamtzahl der Lernräume hinzugezogen werden.

Zusätzlich sollen sich die Lernräume in ruhiger Lage befinden, eine konstruktive Lernatmosphäre, frei von Störfaktoren, garantieren und in ihrer Ausstattung an das Studium angepasst sein.  Dies bedeutet eine Grundausstattung von zumindest Sitzgelegenheiten und Tischen, die Verfügbarkeit von Strom und Internet sowie sanitäre Anlagen in der Nähe.

Dabei sollen sowohl Einzel-Lernräume als auch Gruppen-Lernräume zur Verfügung gestellt werden.

Für ein Studium im digitalen Zeitalter ist es weiterhin erforderlich, dass Computerhardware in ausreichender Quantität mit aktueller und zweckmäßiger Software (Office, Statistikprogramme, Bildbearbeitungsprogramme) verfügbar sind.

Bei einem Wegfall der Lernräume, etwa durch Umbau- oder Renovierungsarbeiten, ist durch die Hochschule ein zeitnaher Ausgleich zu schaffen, der die weggefallenen Lernräume mindestens in gleichwertiger Qualität und Quantität ersetzt.

Bei der Errichtung und Finanzierung neuer Lernräume soll der Fokus insbesondere auf die Funktionalität, Nützlichkeit und Effizienz der Lernumgebung, statt auf deren Optik und Design gelegt werden.


Vergleichbarkeit von Abschlussarbeiten

 

Die Bundesfachschaftentagung Biologie (Leipzig 2019) fordert die Einhaltung der Vergleichbarkeit von Abschlussarbeiten. Dabei sollen die Hochschulen Sorge tragen, dass die in den Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge vorgegebenen Arbeitsaufwände und Bearbeitungszeiten, eingehalten werden. Dies soll bereits bei der Themenvergabe in Betracht gezogen werden und ist sowohl bei internen als auch externen Arbeiten der Fall. Es sollen Lösungen erarbeitet werden, die eine Anfertigung von Abschlussarbeiten in Teilzeit, beispielsweise aufgrund von ehrenamtlichen Tätigkeiten, Nebenjobs oder anderwärtigen Verpflichtungen, erlauben.


Verkauf von Mitschriften

 

Die Bundesfachschaftentagung der Biologie (Leipzig 2019) sieht den Verkauf von Mitschriften kritisch. Es wurde festgestellt, dass einzelne Webseiten ein Geschäftsmodell vorweisen, welche die Distribution von Mitschriften und Zusammenfassungen vorsieht. Dort sind einzelne Dokumente aufgetaucht, deren Urheber (trotz Nennung im Dokument) keine Einwilligung zur Veröffentlichung oder den Verkauf unterzeichnet haben. Wir befürchten, dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handeln könnte.